Wenn ein Baby durchschlafen soll

Wenn ein Baby durchschlafen soll

Es ist völlig normal, wenn ein Baby in der Nacht einen unruhigen Schlaf hat. Soll ein Baby durchschlafen, doch es gibt dauerhafte Probleme, dann ist dies für die gesamte Familie ein Belastungstest. Es gibt allerdings Tipps, wie es klappen kann, dass ein Baby durchschlafen kann.

Ab welchem Zeitpunkt kann ein Baby durchschlafen?

Bei einem Baby gibt es einen Reifungsprozess im Gehirn und davon hängt auch das Durchschlafen ab. Dieser Reifungsprozess hat bei jedem Baby ein unterschiedliches Tempo. Es gibt Kinder, die bereits ab dem sechsten Monat durchschlafen können. Circa jedes fünfte Baby kann allerdings sogar bei dem ersten Geburtstag noch nicht durchschlafen. Selbst wenn dem Baby durchschlafen gelingt, dann bestehen immer wieder unruhige Phasen. Ein Baby schläft nicht, weil beispielsweise das Laufenlernen so aufregend ist oder weil es zahnt.

Die richtige Atmosphäre in dem Schlafzimmer

Es gibt für die Nacht gewisse Standards und mit dazu gehören bequeme Kleidung, Dunkelheit, ein kühles Zimmer und ein gut gelüftetes Zimmern. Bei der Dunkelheit kann ein Nachtlicht erlaubt sein. Das Baby sollte ein Bett immer als Ort kennenlernen, wo es schläft. Es sollte sich nicht um einen Ort der Strafe, zum Essen oder zum Spielen handeln. Ruhe wird übrigens beim Durchschlafen überschätzt. Es gibt Babys, die Stille unheimlich finden und sie benötigen ein Hintergrundgemurmeln, um ein geborgenes Gefühl zu haben. Ein Baby hat dann das Gefühl, dass Papa und Mama in seiner Nähe sind.

Was ist noch für das Durchschlafen wichtig?

Es gibt extrem selten Schlaf-Störungen, die organisch bedingt sind, doch diese Schlaf-Probleme sind in den meisten Fällen Tagprobleme. Eltern sollten immer auf den regelmäßigen Tagesablauf mit Hilfe von Ritualen achten und besonders auf das Einschlafritual. Geborgenheit und Sicherheit sind fürs Durchschlafen die allerbesten Sandmännchen, denn sie sind wirklich hilfreich. Eltern dürfen sich keinen Druck machen, weil es bei anderen Eltern angeblich klappt. Angeblich schlafen die Kinder anderer Eltern ruhiger und länger, doch davon darf sich keiner verrückt machen lassen. Das erzwungene Durchschlafen funktioniert meist nicht und insgesamt können die Nächte ruhiger sein, wenn ein Baby 30 Minuten später ins Bett darf. Wer beispielsweise bei einem Schreibaby Hilfe benötigt, der kann bei einem Kinderarzt an der richtigen Adresse sein. Am besten erhält der Kinderarzt dann ein Schlafprotokoll, wo Notizen zu Schreiphasen, Wachphasen und Schlafphasen gemacht wurden.

Wie viel Schlaf benötigt ein Baby?

Bei einem Baby wandelt sich das Schlafverhalten innerhalb der ersten Jahre enorm. Die Unterschiede sind immer groß und deshalb können nur ungefähre Richtwerte zu Schlaf und Durchschlafen gegeben werden. Vor der Geburt befindet sich der Fötus in den ersten Monaten in einer Art Dämmerzustand. Erst in der 36. SSW entstehen Schlaf- und Wachperioden. Dies ist unabhängig von dem Rhythmus der Mutter und so kommt es oft vor, dass die Mutter müde ist und das Baby zu Boxen beginnt. Innerhalb des ersten Monats nach der Geburt bleibt der Schlaf-Rhythmus bei dem Neugeborenen zunächst bestehen und so sind diesem Nacht und Tag absolut egal. Wann das Baby zu diesem Zeitpunkt aufwacht, stellt für die Eltern meist ein Rätsel dar. Insgesamt schläft das Baby nun etwa 16,5 Stunden. Die Bandbreite an dieser Stelle ist groß und so kommen einige mit 13 Stunden gut aus und weitere Babys benötigen hingegen 20 Stunden. Bei dem zweiten bis sechsten Monat kann sich ein Baby allmählich dem Tag-Nacht-Wechsel anpassen. Einzelne Schlafperioden von etwa 2 bis 4 Stunden finden dann vermehrt in der Nacht statt. Während des Tages benötigt ein Baby dann nur noch 2 bis 3 kurze Schlaf-Phasen. Nachts wird dann ab dem dritten Monat immer häufiger die Mahlzeit zwischen den Schlaf-Zyklen ausgelassen und das Baby schläft dann sogar 5 bis 6 Stunden am Stück. Es wird damit begonnen, dass ein Baby durchschlafen kann. Plus/Minus drei Stunden liegt der Gesamtbedarf an Schlaf nun noch bei 15 Stunden. Bei dem siebten bis zwölften Monat schläft ein Baby vorwiegend nachts und immer verlässlicher zu gewissen Zeiten. Plus/minus zweieinhalb Stunden liegt der Gesamtbedarf an Schlaf dann etwa bei 14 Stunden. Zu beachten ist, dass ein Baby in der Nacht weniger Schlaf benötigt, wenn es während des Tages mehr schläft.

Wichtige Informationen zum Durchschlafen

Für ein Baby kann ein fusselfreies Stofftier oder ein kleines Schmusetuch ein Trostobjekt sein. Das Kuscheltier sollte nicht so groß sein, dass Nase und Mund bedeckt sein könnten. Für das Baby sollte kein Risiko bestehen, doch bereits ein kleines Trostobjekt reicht, damit ein Baby beruhigt sein kann und einschläft. Der Geruchssinn von Babys ist ausgeprägt und so kann es nicht schaden, wenn Eltern das Trostobjekt etwas am Körper tragen. Das Trostobjekt hat dann den Mama-Duft und dies lieben die Babys. Wacht ein Baby in der Nacht plötzlich auf, dann kann das Stofftier oder Schmusetuch behilflich sein, damit es wieder einschläft. Nachdem viele Neugeborene Tag und Nacht durcheinander bringen, sollten am Abend zur Bettzeit immer die gleichen Rituale eingeläutet werden. Ein Baby kann frisch gewickelt werden, es wird gebadet, ihm wird vorgelesen oder mit dem Baby wird gespielt. Das Licht wird dabei gedämpft oder das Zimmer wird abgedunkelt. Damit ist es möglich, dass ein Baby zur Ruhe kommt.

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